25. Hoagarten

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¼ Jahrhundert Innernzeller Hoagarten

Sänger, Musiker und Tänzer begeistern bei der 25. Veranstaltung

Der 25. Hoagarten in Innernzell war auch heuer wieder eine gelungene Veranstaltung. Als vor 25 Jahren der erste abgehalten wurde, dachte niemand daran, dass er sich zu einer „Dauerveranstaltung“ entwickeln würde. Umso mehr freuten sich die Ausrichter, die FF Gmünd und die Zentinger Bergwaldtanzler, über dieses Jubiläum. Anton Augustin war es auch heuer wieder gelungen, ein kurzweiliges und harmonisches Programm auf die Beine zu stellen. Da sich das letztjährige Konzept mit weniger Teilnehmer bewährt hatte, wurde es auch heuer wieder so gewählt. Die auftretenden Sänger, Musiker und Tänzer konnten sich so je dreimal mit ihren Darbietungen beweisen. Dass es beim Publikum ankam, zeigte der reichhaltige Applaus, den sie dafür erhielten.

Erster Bürgermeister Sepp Kern begrüßte die Musiker und die Zuhörer, insbesondere Pfarrer Josef Huber und den zweiten Bürgermeister, Xaver Herz. Er dankte den beiden Veranstaltern, der FF Gmünd und den Zentinger Bergwaldtanzler für das langjährige Engagement, insbesondere bei Anton Augustin, ohne den es den Hoagarten nicht mehr gäbe und der auch heuer wieder in gewohnter Weise mit lustigen Geschichten durch die Veranstaltung führte.

Eröffnet wurde der Abend von der Zentinger Blaskapelle mit den Stücken „Mein Heimatland, Mondschein an der Eger und der Herbstfest Polka“. Echte Blechmusik kann man einfach immer hören, dass das so ist, zeigte der große Applaus der Zuhörer.

Schon nicht mehr wegzudenken war der nächste Musiker, nämlich Fredl Philipp, der auf seiner Steirischen einmal mehr sein exzellentes Können mit den Stücken „A Kuglater von Ritten“ und der „Alperer Polka“ zeigte. Als Innernzellerer hatte er natürlich ein Heimspiel, was auch an den Zuhörerreaktionen hörbar war.

Auch die nächste Gruppe, der Ranzinger Dreigsang, trat schon öfters auf und zog die Zuhörer mit ihren dreistimmig gesungenen Liedern, „Da Summa is fort“, „S`Susal“ und „wenn i heit außi schau“ in den Bann.

Zum ersten Mal dabei war dann die Grafenauer Stehaufmusi, sechs junge Musiker und Musikerinnen, die von ihrer Lehrerin, Sabine Jungwirth, begleitet wurden. Seit sieben Jahren werden sie von ihr unterrichtet und zeigten, dass sie es einfach „draufhaben“. Auch die instrumentale Besetzung mit Querflöte, Cello, Gitarre, Steirische und Akkordeon war etwas ganz besonderes und ließ die dargebotenen Lieder, den „Stoiber Marsch“ und „Augenstern“ in einem „neuen Gewand“ erklingen.

Als nächste kamen dann da Klaus und da Hans, ebenfalls zum ersten Mal dabei, die mit ihren Liedern „iatz zoigt der Herbst ins Land“ und dem „Lusenlied“ es schafften, dass auch schon erste Zuhörer zum Mitsingen anstimmten.

Zum Abschluss der ersten Runde zeigten dann die Zentinger Bergwaldtanzler ihre traditionellen Volkstänze, dieses Mal zu den Liedern „Kautzner Landler“ und „druck no zua“.

Die Zentinger Blaskapelle eröffnete den zweiten Teil mit „Egerländer Klängen“, nämlich mit dem Böhmischen Wind und der Amsel Polka.

Da Klaus und da Hans hatten dann mit den Liedern „Mutter bist du müde“ und „zum Beten geh ich in die Berge“ einen etwas nachdenklicheren Text dabei und ließen die Zuhörer dabei fast verstummen.

Fredl Philipp ließ es dann wieder etwas flotter angehen mit den Stücken „a wenig böhmisch“ und der „Koalpolka“, wozu Sabine Jungwirth erklärte, warum die Polka so heißt! Sie kommt aus Österreich und dort heißen halt alle Koal (Karl)!

Beim Ranzinger Dreigsang wurde es dann wieder still, als sie die Lieder „auf da Wulda“ und „und wo i hoid geh“ anstimmten. Dass sie auch dreistimmig jodeln können, zeigten sie beim zweiten Lied.

Die Grafenauer Stehaufmusi „veranstaltete“ dann die „Höllenfahrt Polka“ und ein richtig schönes „Hennagschroa“, das sich bei den Zuhörern fortsetzte, sogar ein „Gockl“ ließ sein Geschrei erklingen!

Wiederum abgerundet wurde der Teil von den Zentinger Bergwaldtanzler mit den Stücken „doppelter Dreher“ und „Auberger Landler“.

Im abschließenden Teil führte die Zentinger Blaskapelle die Zuhörer zunächst „in die weite Welt“, mit dem „Fuchsgraben“, ein allseits bekanntes Musikstück, zeigten sie die Schönheit der Blasmusik.

Der Ranzinger Dreigsang ließ mit dem Lied „im Summa da boigt se“ die Gedanken der Zuhörer nochmals an den Sommer zurückkehren und bei der „Waldhirta-Arie“ wurde ein „dirrer Teife“ besungen.

Sabine Jungwirth, nach eigenen Angaben ein großer Fan von Johann Strauß, hatte mit der Grafenauer Stehaufmusi die „Wiener Walzerklänge“ einstudiert und so erfüllten dann in eigenwilliger Besetzung perfekt dargebrachte Walzerklänge die Schulaula. Mit dem anschließenden „Maxglaner Ziegeunermarsch“ rundeten sie ihr großes musikalisches Repertoire gekonnt ab.

Beim „Waidler Marsch“ von Philipp Fredl stimmten dann auch die Zuhörer mit in die Bayerwaldhymne ein. Als letztes Lied hatte er dann noch dabei, „ich und der Mond“.

Die Zentinger Bergwaldtanzler, begleitet, wie auch bei den Tänzen zuvor, auf der Steirischen vom Dankesreiter Franz, zeigten nochmals großes Können mit „Sprötzer Achterrüm“ und dem Zwiefachen „D`Ochsn treib i“.

Den Abschluss des Programms war Klaus und Hans vorbehalten, die mit den Liedern „wahre Freundschaft“ und „s`is Feierabend“ nochmals zum Mitsingen aufforderten und so ein gelungenes Ende des offiziellen Teils schafften.

Großer Applaus für alle Mitwirkenden war das äußere Zeichen des gelungenen Abends.

Auch nach dem Programmende ließen es sich die Musiker nicht nehmen, noch weitere Musikstücke darzubieten, zum Teil in gemischten Zusammensetzungen, so dass der Abend noch etwas andauerte.

Ein großer Dank geht an alle, die zum Gelingen des Abends beigetragen haben, ob vor oder hinter der „Bühne“. Insbesondere an alle, die Kuchen und andere Köstlichkeiten zubereitet haben, vor allem an die Köchin des köstlichen Rehragouts.

 

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